Informationen und Erläuterungen zum Projekt

"Mathematik förderorientiert & ganzheitlich beurteilen"

Projekt PH FHNW Institut Primarstufe Professur Mathematikdidaktik, Bildungsdepartement Aargau und Primarschule Rupperswil AG 2005-2010

Die Beurteilungsanlässe aus dem Projekt „Mathematik förderorientiert und ganzheitlich beurteilen“ dienen der formativen kriterienbasierten Beurteilung während dem Lernprozess und unterstützen eine kompetenzorientierte Förderung integriert in den Mathematikunterricht. Im Projekt wurde zwischen 5 Lern- und Beurteilungsanlässen unterschieden : Lernumgebungen, Handlungen, Tests, Gespräche und Reflexionen (siehe "5 Säulen der Beurteilung" oder Erklärungen dazu untenstehend). Im Bereich der Tests wurden im Rahmen dieses Projektes keine Beurteilungsinstrumente entwickelt. In diesem Bereich wurde mit den Lernzielkontrollen der PH Bern (siehe www.faechernet.erz.be.ch) und weiteren Testanlagen gearbeitet. Zu den Beurteilungsanlässen wurden Kriterienraster entwickelt, welche Mindest- oder Grundanforderungen und erweiterten Anforderungen unterscheiden. Diese Kriterienraster stehen als anpassbare Vorlagen im Wordformat zum Download auf dieser Internetseite zur Verfügung. Dazu muss jeweils auf dem Beurteilungsplan für ein Schuljahr die dreistellige Nummer des Beurteilungsanlasses angeklickt werden (1.2.3 = 1. Klasse, 2. Quartal, 3. Beurteilungsanlass).

Am häufigsten wurden in diesem Projekt Beurteilungsanlässe mit mathematischen Lernumgebungen eingesetzt (= offene
reichhaltige Aufgaben). Solche fachlich substanziellen Aufgaben wurden im langjährigen Projekt "Lernumgebungen für Rechenschwache bis Hochbegabte - natürliche Differenzierung im Mathematikunterricht" entwickelt und eingehend erprobt. Viele Aufgaben stammen aus dem Mathematiklehrmittel "Zahlenbuch". Umgekehrt sind einzelne Aufgaben aus dem Lernumgebungs-Projekt auch in Ausgaben des "Schweizer Zahlenbuchs" und in andere Mathematiklehrmittel eingeflossen. Die Eignung dieser Lernumgebungen für formative und kompetenzorientierte Beurteilungen wurden bereits im Laufe dieses Projektes erkannt. In den beiden nebenstehend abgebildeten Büchern zum Projekt "Lernumgebungen im Mathematikunterricht" sind teilweise auch schon "Hinweise zur Heterogenität" enthalten, welche kompetenzorientierte Beobachtungskriterien auflisten. Vor allem aber machen die vielen kommentierten Schülerdokumente in diesen beiden Publikationen mathematische Kompetenzen, Handlungsaspekte und das Leistungsvermögen der Lernenden aber auch wichtige und lernreiche Fehlleistungen sichtbar und können so die Beobachtungsfähigkeiten von Lehrpersonen fördern (Diagnosekompetenz). In den Downloads zu den Beurteilungsanlässen mit Lernumgebungen sind deshalb Hinweise zu diesen beiden Publikationen enthalten.

 

Die vorliegenden Anregungen wurden am Institut Primarstufe der PH FHNW im Rahmen des Ausbildungsmoduls „Berufswissenschaftliche Spezialisierung“ von 2005-2010 generiert und in Zusammenarbeit mit der Primarschule Rupperswil AG erprobt. In der Projektanlage wird von der These ausgegangen, dass eine konsequente Ausrichtung des Mathematikunterrichts auf aktiv-entdeckendes und sozial-dialogisches Lernen und eine natürliche Differenzierung in der Praxis nur in Übereinstimmung mit einem förderorientierten Beurteilungskonzept möglich ist. Im Zentrum des Projektes steht deshalb die Suche nach Lernanlässen, die eine gezielte kriterienbasierte Beobachtung und Beratung integriert im Mathematikunterricht zulässt und die Mitverantwortung der Lernenden berücksichtigt. In der Projektanlage wird von einer Beurteilungskonzeption ausgegangen, welche formative und summative Beurteilungsanlässe unterscheidet. Für summative Lernkontrollen nach längeren Lernphasen zur Überprüfung des Wissenstandes ist der Einsatz von lehrmittelnahen bestehenden Instrumenten sinnvoll. Im Sinne einer ganzheitlichen Beurteilung sollen für eine differenzierte formative und summative Schülerbeurteilung verschiedene adäquate Beurteilungsinstrumente lern- und leistungsfördernd eingesetzt und lernhemmende Beurteilungssituationen möglichst vermieden werden. 

Untenstehend sind Berichterstattungen zum Projekt und Erklärungen zu den 5 Beurteilungssäulen aufgelistet. Die in diesem Projekt entwickelten Formulierungen in den Kriterienrastern orientieren sich noch stark an quantitativen Kriterien. In der Forsetzung dieser Projektidee müssen Formen von Kriterienrastern und kompetenzorientiertere Formulierungen in diesen entwickelt werden, welche sich am in der Zwischenzeit entstandenen und eingeführten Lehrplan 21 orientieren. Erste Produkte in dieser Projektentwicklung sind für die Sekundarschulstufe (MBU - mathematische Beurteilungsumgebungen) und im Rahmen der Entwicklung des neuen Lehrmittels "Mathwelt" im Schulverlag Plus AG entstanden (siehe unter Projektfortsetzung).



Copyleft-Hinweis:
Im übrigen erscheinen die hier publizierten Texte von Beat Wälti und Martin Rothenbacher sowie vereinzelt von Elmar Hengartner (Hengartner, E., Hirt, U., Wälti, B. (2006): Lernumgebungen für Rechenschwache bis Hochbegabte, Zug) unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.1 oder folgende (
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